2018-05-29 20:18

Der Solarschiff-Shuttle fährt am Samstag wieder los

Thun

Am Samstag nimmt das Solarschiff den Shuttlebetrieb im unteren Thunerseebecken wieder auf. Angeboten werden an Wochenendtagen je fünf Kurse, die neu beim Strandbad starten.

<b>Startklar:</b> Johannes Charrois, Betreiber des Solarschiffs, am Anlegeplatz im Lachenhafen beim Strandbad zusammen mit Ines Attinger, Projektleiterin beim Thuner Stadtmarketing für den Shuttlebetrieb.

Startklar: Johannes Charrois, Betreiber des Solarschiffs, am Anlegeplatz im Lachenhafen beim Strandbad zusammen mit Ines Attinger, Projektleiterin beim Thuner Stadtmarketing für den Shuttlebetrieb.

(Bild: Andreas Tschopp)

  • Andreas Tschopp

Der 2017 als Pilotprojekt von der Stadt Thun lancierte Shuttle­betrieb mit dem Solarschiff im Auslaufbereich des Thunersees läuft in diesem Sommer weiter. Angeboten wird von Juni bis September samstags und sonntags jeweils am Nachmittag jede Stunde ein Rundkurs vom Strandbad über Hünibach und den Schadaupark zum Aarequai (Ländte Hofstetten) und wieder zurück zum Strandbad. Dort liegt auch der neue Heimathafen des Solarschiffs.

Dessen Betreiber Johannes Charrois zeigt sich «sehr glücklich» darüber, nicht mehr vom Deltapark im Gwatt ablegen zu müssen, sondern im Lachenhafen starten zu können – direkt vor dem Eingang des Strandbades. Der Zustieg erfolgt vom Steg bei der Bootsvermietung Tauschek innerhalb des Strandbadareals. Wie die Stadt mitteilt, «dürfen Shuttlepassagiere die Gittertüre links vom Strandbadeingang benützen und müssen nicht mehr via Kasseneingang zum Steg kommen».

«Meine Selbst­ständigkeit ist von Vorteil für einen flexiblen Einsatz des Solarschiffs.»Betreiber Johannes Charrois

Wie von Ines Attinger, der Projektleiterin beim Stadtmarketing, zu erfahren war, ist bei der Neugestaltung der Hafenanlage im Lachen ein Standplatz für das Solarschiff fix eingeplant. Über einen Kredit für die Hafensanierung befindet der Thuner Stadtrat am 7. Juni.

Bekanntheit steigern

Laut Ines Attinger lief der Herbst im Startjahr «sehr gut». Nun hofft die Projektleiterin, dass mit der Fortführung des Pilotbetriebs der Bekanntheitsgrad des Solarschiffshuttles, der das Stadtzen­trum mit den beliebten Plätzen am See verbindet, weiter gesteigert werden kann. Dies dank der Verdichtung des Fahrplans am Wochenende. Neu werden an zwei Tagen insgesamt zehn Kurse angeboten – einer mehr als 2017, als der Shuttle auch noch am Freitag verkehrte. Darauf werde aufgrund geringerer Nachfrage nun verzichtet, teilt die Stadt mit. Projektleiterin Ines Attinger wird im Herbst dem Gemeinderat wieder Bericht erstatten. Danach entscheidet die Stadtregierung über die Fortsetzung des Shuttlebetriebs mit dem Solarschiff.

Seit acht Jahren

Das Solarschiff ist seit acht Jahren als Charter unterwegs. Aufgebaut und ausgerüstet wurde das Boot, das nur von der Kraft der Sonne angetrieben wird, von Matthias Charrois zusammen mit seinem Sohn Johannes. Dieser arbeitet als freier Grafiker und Fotograf. Johannes Charrois betont: «Diese Selbstständigkeit ist von Vorteil für einen flexiblen Einsatz des Solarschiffs.»