2017-09-12 11:22

Erkunden und Lernen in den Reben

Spiez

Der am Samstag eröffnete «Erlebnispfad Spiezer Rebberg» spricht alle Sinne an – ob zusammenhängend mit dem Wein, mit Spielmöglichkeiten oder auf der Suche danach, was die Reben sonst noch zu bieten haben.

Das Band ist zerschnitten: Die Freude von Christa Urfer und Hanspeter Zimmermann wirkt ansteckend.

Das Band ist zerschnitten: Die Freude von Christa Urfer und Hanspeter Zimmermann wirkt ansteckend.

(Bild: Guido Lauper)

  • Guido Lauper

Es sei «ein steiniger Weg mit glücklicher Landung» gewesen, sagte am Samstag Rebbau-Betriebsleiterin Ursula Irion vor dem obligaten Durchschneiden des Bandes zum neuen Erlebnispfad. Auf die Steine, die es auszuräumen gegolten hatte, wollte niemand von den Beteiligten eingehen; zu gross war die Freude am Erreichten – auch wenn der dazugehörige «Sortengarten Bucht» aus technischen Gründen noch nicht fertiggestellt ist.

Die von der Rebbau-Genossenschaft und der Spiez Marketing AG (Smag) mit der Realisierung des Projektes Beauftragte, Christa Urfer, verriet den staunenden Gästen, was es bei den zwölf im Rebberg verteilten Tafeln zu erleben gibt.

Es ist fast alles, was mit der Arbeit bis zu Verkauf und Genuss der Spiezer Weine zusammenhängt, aber auch der Gebrauch von Traubenkernöl und -mehl in Ernährung und Gesundheitsvorsorge, der Verwendung des Tresters beim Peeling und Hautschutz. Picknicken und Turteln sind erwünscht; selbst Kunst aus alten Rebstöcken findet ihren Platz. Ein Quiz mit attraktiven Preisen fordert zum «Hirnen» auf.

Ohne Rutschbahn

«Die von Kindern gewünschte Rutschbahn vom Wald bis zuunterst im Rebberg konnten wir leider nicht verwirklichen», bedauerte Christa Urfer augenzwinkernd. Die Spielmöglichkeiten seien aber alleweil dazu angetan, die Sprösslinge über steigende Pfade in die Höhe zu locken.

«Das Erreichte zeigt, was erfolgreiche Zusammenarbeit bewirkt», betonte Manuel Fischer, stellvertretender Smag-Geschäftsführer. Dabei verwies er auch auf die Unterstützung der Gemeinde und auf die weitgehende Umsetzung durch einheimisches Schaffen.

Den Ersatz des über 25-jährigen Reblehrpfades begründete Genossenschaftspräsident Hans­peter Zimmermann mit den geänderten Ansprüchen der Besucher und den neuen technischen Möglichkeiten. Das grosse Wissen von Peter Steinhauer habe dabei die Gestaltung wesentlich erleichtert.

Wie es sich für moderne Infotafeln gehört, öffnet das Handy mittels QR-Code den Zugang zu von Daniel Steffen erarbeiteten Kurzfilmen, die auch auf der Website des Rebbaus zugänglich sind. Fast nebenbei erwähnte Zimmermann doch noch einen Stein, der hatte zur Seite geräumt werden müssen: Obwohl die alten Tafeln weitgehend nur ersetzt wurden, war dazu das Einholen einer Baubewilligung nötig gewesen . . .

Berner Zeitung