2019-09-29 21:04

Kämpferische Thuner

Wacker Thun schlägt das besser in die Saison gestartete Suhr Aarau 26:23.

Gabriel Felder muss sich gegen vier Hände des Gegners wehren. Bild: Patric Spahni

Gabriel Felder muss sich gegen vier Hände des Gegners wehren. Bild: Patric Spahni

  • Heinz Heim

Wacker Thun gegen Suhr Aarau war wieder einmal ein Spiel auf Augenhöhe. Die Partie glich den Duellen der letzten Saison um den Einzug in den Playoff-Halbfinal. Das war im Frühling. Auch damals prägten Tempohandball, starke Abwehrreihen und viele Emotionen das Geschehen. Da war doch auch noch das Rencontre zwischen Milan Skvaril und Nicolas Raemy, das dem Tschechen eine Rote Karte und eine Spielsperre eintrug. Vergessen, vorbei, Schnee von gestern.

Der spielstarke Tscheche stand zwar auf der Platte, brillierte jedoch nicht zuletzt wegen eines kurz vor der Pause ausgerenkten Fingers nicht wie gewohnt. Summa summarum gelang es keiner Mannschaft, mehr als drei Tore vorzulegen. Wacker fand vorab in der ersten Halbzeit kein probates Mittel gegen die wirksame 5:1-Abwehr der Aargauer. Manuel Zehnder erfüllte seinen Part als vorgeschobener Deckungsspieler hervorragend. Bis er in der 53. Minute seine dritte 2-Minuten-Strafe kassierte und für den Rest des Spiels ausgeschlossen wurde.

In einer spielerisch keineswegs überragenden Partie – das Fliegertor von Wacker als Highlight – dominierten beidseits die Abwehrreihen. Insbesondere Wacker fand durch den Kampf ins Spiel. In der Abwehr standen die Thuner äusserst solide, wirkten agil und kämpften aufopfernd. Nur schade, dass sich in beiden Teams insgesamt zu viele technische Fehler einschlichen, die es dem Gegner andererseits immer wieder erlaubten, Tempogegenstösse zu fahren oder Wacker-Topskorer Nicolas Suter zweimal kraftvoll aus grosser Distanz ins halbwegs verlassene Tor zu werfen.

Müssig eigentlich, die Leier der langen Verletztenliste (Linder, Raemy, Guignet, Stefan Huwyler) zu bemühen. Auch beim Gegner fehlten mit dem Slowenen Slaninka und Topskorer Tim Aufdenblatten zwei wichtige Akteure. So waren bei Wacker Thomas Lanz mit 5 Toren sowie die Rückraumspielern Philip Holm und Nicolas Suter (je 4) die besten Werfer. Rechtsaussen Jonas Dähler fand in seinem 350. NLA-Spiel zwar nicht ganz sein gewohntes Rendement, wurde jedoch von seinen Mitspielern auch nicht gerade mit vielen erfolgversprechenden Bällen «gefüttert».