2019-08-14 21:24

Wacker Thun hat sich finanziell stabilisiert

Die Oberländer wollen in der kommenden Saison in die Gruppenphase des EHF-Cups einziehen.

«Wir haben uns finanziell stabilisiert», sagt Wacker-Präsident Georges Greiner (Archivbild).

«Wir haben uns finanziell stabilisiert», sagt Wacker-Präsident Georges Greiner (Archivbild).

(Bild: Patric Spahni)

  • Reto Pfister

    Reto Pfister

Nimmt ein Verein im Handball an der Champions League teil, bedeutet dies nicht, dass Millionen auf das Konto fliessen. Im Gegenteil: Die Teilnahme an der Königsklasse ist für die Clubs eine Belastung, zumal wenn wie bei Wacker Thun eine fremde Halle, jene in Gümligen, angemietet werden muss.

Der europäische Verband (EHF) hat zwar inzwischen die Antrittsprämie auf 60'000 Euro erhöht, aber dieser Betrag reicht zur Deckung der Kosten bei weitem nicht aus. Wacker startete daher eine Crowdfunding-Aktion, erhielt Zuwendungen von Sponsoren und Einzelspenden.

Der Effort war erfolgreich. Die Oberländer schlossen die Saison 2018/19 mit einem Gewinn von 51167 Franken ab, das Eigenkapital beträgt neu 75'014 Franken. «Wir haben uns finanziell stabilisiert», kann Präsident Georges Greiner verkünden.

Gruppenphase ist das Ziel

Für die kommende Saison 2019/20 plant Wacker mit einem Budget von 1,8 Millionen Franken, mit einem um 300'000 Franken niedrigeren Etat als im abgelaufenen Champions-League-Jahr. Nicht budgetiert wurden Ausgaben für den EHF-Cup. Wacker möchte wie vor zwei Jahren im zweitwichtigsten Europacup in die Gruppenphase der 16 besten Teams einziehen, was Kosten im Bereich von 150'000 bis 200'000 Franken nach sich zöge.

Zwei Qualifikationsrunden müssen die Thuner überstehen. Die erste Hürde (die Belgier von Bocholt oder Westwien) dürfte zu überwinden sein, danach könnte neben schlagbaren Gegnern auch ein renommierter Konkurrent wie die Rhein-Neckar Löwen mit Spielmacher Andy Schmid zugelost werden. «Wenn wir uns qualifizieren, wäre es schön, wenn wir die Spiele in der Lachenhalle austragen könnten und nicht wegen EHF-Auflagen erneut umziehen müssten», sagt Greiner.

Lüthi drängt sich auf

Im Team hat es kaum Veränderungen gegeben. Marco Giovanelli soll bei Steffisburg Spielpraxis sammeln. Dario Lüthi (Solothurn), der vor allem im linken Rückraum aufläuft, wurde für vorerst ein Jahr verpflichtet. «Er hat in der Vorbereitung bis jetzt überzeugt. Ich traue ihm zu, dass er sich bei uns etabliert», sagt Trainer Martin Rubin.