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Stellungnahmen der drei BeteiligtenEinhellige Freude über den Entscheid des Regierungsrats

Die Innenstadt Genossenschaft Thun, die KMU und die VCS freuen sich gemeinsam mit dem Gemeinderat über den Entscheid des Regierungsrats.

Der Güterumschlag in der oberen Hauptgasse soll auch weiterhin zu denselben Zeiten möglich bleiben – von 5 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis Ladenschluss.
Der Güterumschlag in der oberen Hauptgasse soll auch weiterhin zu denselben Zeiten möglich bleiben – von 5 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis Ladenschluss.
Foto Patric Spahni

«Wir sind erleichtert über den Entscheid», sagt Alain Marti, Präsident der Innenstadtgenossenschaft Thun (IGT). «Es ist gut, dass jetzt Klarheit herrscht.» Zuletzt sei aufgrund der unsicheren Situation einiges blockiert gewesen – etwa, wo weitere Velo-Abstellplätze gekennzeichnet werden oder wie der Aussenraum attraktiviert werden könne. «Jetzt ist es möglich, vorwärtszumachen», sagt Marti.

«Jetzt ist es möglich, vorwärtszumachen.»

Alain Marti, Präsident Innenstadt Genossenschaft Thun IGT

Er sei zudem froh, dass die Warenanlieferung nicht auf den Vormittag beschränkt werde: «Es ist wichtig, dass die Möglichkeit besteht, am Nachmittag anzuliefern – auch wenn 95 Prozent aller Anlieferungen sowieso am Morgen früh passieren.» Es gehe auch nicht nur um die Geschäfte: In der Innenstadt gebe es etwa viele Praxen – da sei die Zufahrt für Leute, welche Betagte oder Personen mit Handicap chauffierten, wichtig.

Die Thuner KMU sind erfreut

Der Gewerbeverein Thuner KMU hat erfreut vom Entscheid des Regierungsrats Kenntnis genommen. Die Freude ist zweierlei: «Wichtig ist vorab, dass sich der breit abgestützte Kompromiss hinsichtlich der Fussgängerzone durchgesetzt hat. Damit kann das schon stark strapazierte Gewerbe in der Innenstadt den Güterumschlag auch in Zukunft nötigenfalls am Nachmittag vollziehen», sagt KMU-Präsident André Lengen als Antwort auf den Entscheid des Regierungsrats. «Die gemeinsam eingereichte Beschwerde hat damit die gewünschte Wirkung erzielt.»

«Dass auch die Vereine die Interessen ihrer Mitglieder mittels Beschwerden wirksam vertreten können, freut uns.»

André Lengen, Präsident Gewerbeverein Thuner KMU

Andererseits freue sich der Gewerbeverein Thuner KMU, dass der Regierungsrat mit seinem Entscheid ein klares Zeichen setze. «Dass auch Vereine wie wir in solchen Verfahren entgegen dem Antrag des Statthalteramts Partei sein und somit die Interessen ihrer Mitglieder mittels Beschwerden wirksam vertreten können.»

VCS begrüsst den Entscheid ebenfalls

«Die VCS Regionalgruppe Thun Oberland begrüsst den Entscheid des Regierungsrats, die Beschwerde der Stadt Thun gegen den Entscheid des Regierungsstatthalters bezüglich der Fussgänger- und Begegnungszonen Innenstadt gutzuheissen», sagt Suzanne Albrecht, die Präsidentin der Regionalgruppe, auf Anfrage. «Wir sind dafür, dass die Velorouten durch die Fussgängerzonen weiterhin befahren werden können.»

«Wir freuen uns, dass die angedachten Verbesserungsmassnahmen umgesetzt werden.»

Suzanne Albrecht, Präsidentin VCS Regionalgruppe Thun Oberland

Der VCS begrüsse es, dass der von der Stadt eingeschlagene Weg nun weitergeführt werden könne. «Wir freuen uns, dass die angedachten Verbesserungsmassnahmen – wie zum Beispiel mehr Veloparkplätze – umgesetzt und der zum Teil ausufernde Güterumschlagsverkehr im Bälliz und beim Bärenplatz wieder weggewiesen oder verzeigt werden kann», erklärt sie. Klar sei, dass sich die Velofahrenden und auch der Güterumschlagsverkehr in den Fussgängerzonen an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten sollen.

sft/mik