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Die EinzelkritikNias Heftis Massflanken

Beim 3:2-Sieg gegen Zürich überzeugte der FC Thun als starkes Kollektiv. Basil Stillhart überzeugte in der ersten Halbzeit mit glänzenden Pässen, flog aber auch vom Platz.

Nias Hefti (rechts) bereitete die ersten beiden Treffer des FC Thun vor und gewann als linker Aussenverteidiger auch in der Defensive viele Zweikämpfe.
Nias Hefti (rechts) bereitete die ersten beiden Treffer des FC Thun vor und gewann als linker Aussenverteidiger auch in der Defensive viele Zweikämpfe.
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Guillaume Faivre – 5

Der Thuner Torhüter zeigte eine starke Reaktion auf seinen fehlerhaften Auftritt in St. Gallen. Strahlte viel Sicherheit aus, liess keine Abpraller zu und behielt auch in der teils hektischen Schlussphase stets die Ruhe. War bei beiden Gegentoren ohne Abwehrchance.

Sven Joss – 4.5

Ersetzte den gesperrten Captain Stefan Glarner als rechter Aussenverteidiger. Erledigte seinen Job zur Zufriedenheit aller. Der Konolfinger agierte konzentriert, war präzis im Passspiel und hatte seine Seite gut im Griff.

Nikki Havenaar – 4

Rückte für Nicola Sutter in die Innenverteidigung. Mitunter mit Mühe in Laufduellen, machte er seine Tempodefizite jedoch oft mit einem starken Stellungsspiel wett. Verlor beim 1:3-Anschlusstreffer des FCZ seinen Gegenspieler etwas fahrlässig aus den Augen, entpuppte sich aber in der Schlussphase mit vielen gewonnenen Kopfballduellen als Fels in der Brandung.

Basil Stillhart – 4

Fabrizierte einen Traumpass, der zum 1:0 führte und leitete auch das 3:0 mit einer starken Spieleröffnung ein. Spielte gross auf im Stil eines Abwehrchefs in der Innenverteidigung – bis kurz vor der Pause. Verursachte dann in der 45. Minute zwei Fouls, die zuerst zu einem Freistoss und anschliessend zum Penalty und zum 2:3 für den FCZ führten. Sah überdies in beiden Aktionen die gelbe Karte, flog vom Platz und konnte froh sein, dass seine Teamkameraden den Sieg über die Runden brachten.

Nias Hefti – 5.5

Der Ersatz für den verletzten Chris Kablan im linken defensiven Couloir wirbelte in der Startphase, tauchte immer wieder in der Offensive auf und bereitete die beiden ersten Treffer der Thuner jeweils mit Massflanken vor. In der zweiten Halbzeit vorwiegend mit Defensivaufgaben beschäftigt, die er hervorragend löste.

Leonardo Bertone – 4.5

Ein eher unauffälliger Aufritt des zentralen Mittelfeldspielers. Stopfte aber viele Löcher, war eine wichtige Relaisstation zwischen Abwehr und Angriff der Thuner und half im zweiten Spielabschnitt tatkräftig mit, die Defensive zu stabilisieren.

Nicolas Hasler – 4.5

Laufstark und präsent in den Zweikämpfen. Wichtiger Mosaikstein sowohl zu Beginn, als es den Thunern lief, aber auch gegen Ende, als eher Kämpferqualitäten gefragt waren.

Grégory Karlen – 5

Sein Traumtor nach 20 Minuten bildete den Höhepunkt des beeindruckenden Thuner Startfuriosos. War darüber hinaus sehr fleissig und viel unterwegs.

Matteo Tosetti – 5

Der Tessiner nutzte seine Chance in der Startaufstellung. Machte viel Betrieb über die rechte Seite und erzielte einen technisch anspruchsvollen Treffer zum 2:0. Musste in der Pause nach dem Platzverweis gegen Basil Stillhart aus taktischen Gründen Defensivspezialist Nicola Sutter den Vortritt lassen.

Hassane Bandé – 4

Schnell und wuselig, riss der Stürmer aus Burkina Faso in der ersten Halbzeit immer wieder Löcher in den Zürcher Abwehrverbund, ohne dabei selber grosse Torgefahr auszustrahlen. Wurde nach 61. Minuten für den defensiveren Kenan Fatkic ausgewechselt.

Simone Rapp – 5.5

Sprühte vor Einsatzwillen und Torhunger. Antiziperte eine Massflanke von Nias Hefti in der 10. Minute perfekt und erzielte das wichtige 1:0. Half in der zweiten Halbzeit mit seiner Präsenz im Angriff mit Entlastung zu schaffen. Ackerte und kämpfte dabei vorbildlich.

Nicola Sutter – 4.5

Kam nach dem Platzverweis gegen Stillhart zu Beginn der zweiten Halbzeit als defensiver Stabilisator in die Abwehrreihe und liess zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen.

Kenan Fatkic – 4

Kämpfte nach seiner Einwechslung in der 61. Minute wie alle Thuner bis zum Umfallen und half mit, den Sieg zu sichern.