2019-09-10 14:49

Kanton und Stadt halten SRG-Entscheide für voreilig

Die Hauptstadtregion Schweiz, der Kanton und die Stadt Bern sind enttäuscht über den Entscheid des Ständerats, sich nicht in die Standortpläne der SRG einzumischen.

Der Ständerat hätte erst zu einem späteren Zeitpunkt über die fünf parlamentarischen Initiativen beraten sollen, finden Hauptstadtregion, Kanton und Stadt.

Der Ständerat hätte erst zu einem späteren Zeitpunkt über die fünf parlamentarischen Initiativen beraten sollen, finden Hauptstadtregion, Kanton und Stadt.

(Bild: Adrian Moser)

Enttäuscht haben die Hauptstadtregion Schweiz, der Kanton und die Stadt Bern auf die SRG-Entscheide des Ständerats reagiert. Aus ihrer Sicht hat die kleine Kammer voreilig entschieden.

Sinnvoller wäre es gewesen, die von der SRG angekündigte Audio-Strategie abzuwarten und erst danach die fünf parlamentarischen Initiativen zu beraten, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué vom Dienstag.

Der Ständerat habe die Vorstösse primär aus ordnungspolitischen Gründen abgelehnt. Die Entscheide bedeuteten nicht, dass die Mitglieder der kleinen Kammer die Dezentralisierungspläne der SRG unterstützten.

Der politische Druck auf das öffentliche Medienhaus bleibe hoch, betonen Hauptstadtregion, Kanton und Stadt Bern. Sie wollen sich weiter gegen eine Zentralisierung des medialen Service public wehren.

Mitglieder der Hauptstadtregion sind unter anderem die Kantone Bern, Freiburg, Neuenburg, Solothurn und Wallis. Dazu kommt eine Reihe von Städten, Gemeinden und Regionen.

ske/sda