2011-08-19 00:38

Spitzenathleten messen sich am Piz Gloria

HalbmarathonZum

Inferno-Halbmarathon, der dieses Jahr für die fünfte «Berglauf pur»-Europameisterschaft Extrem gewertet wird, werden auf

der Strecke von Lauterbrunnen Richtung Schilthorn gegen 600 Teilnehmer unterwegs sein.

Es ist wieder so weit, der Inferno-Virus grassiert im Lauterbrunnental. Am Samstag wird um 10.15 Uhr beim Campingplatz zum Inferno-Halbmarathon gestartet. Der Halbmarathon ist als älteste Inferno-Sommerveranstaltung die Kerndisziplin. Aufgewertet wird der zur SLV-Trophy zählende Anlass, weil der teuflische Berglauf heuer gleichzeitig als fünfte «Berglauf pur»-Europameisterschaft Extrem gewertet wird. Deshalb werden wohl mehr Spitzenathleten als in den Vorjahren den 21,1 Kilometer langen, 2070 Höhenmeter aufweisenden Bergparcours unter die Füsse nehmen. Jenne, Barz, Perreten, Brunner Der laufbegeisterte Zollbrücker Marcel Dysli wird sich schon zum 19.Mal das Laufvergnügen in der Bergwelt zwischen Lauterbrunnen, Mürren und Schilthorn gönnen. Weil noch bis eine Stunde vor dem Start nachgemeldet werden kann, dürfte sich die Teilnehmerzahl wegen des schönen Wetters wohl zwischen 500 und 600 einpendeln. Auf der noch nicht definitiven Startliste sind mit dem deutschen Seriensieger Markus Jenne und dem starken Michael Barz sowie den Bernern Lorenz Brunner, Hansruedi Mathys, Helmut Perreten und Martin Ploner in der Berglaufszene bekannte Namen zu erspähen. Auch Martin von Känel (Sieger 2000/2002), den man immer auf der Rechnung haben muss, hat sich eingeschrieben. Noch nicht gemeldet ist der Brite Martin Cox, der Inferno-Sieger der beiden letzten Jahre. Vorjahressiegerin Karin Jaun kann mit ihrem Sieg beim Aletsch-Halbmarathon und dem vierten Platz beim Glacier 3000 auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. «Ich habe mich gut vorbereitet und freue mich auf diesen schönen Berglauf. Weil Daniela Gassmann und Angela Haldimann-Riedo sowie weitere starke Läuferinnen aus ganz Europa starten werden, kann ich wohl meinen Vorjahressieg nicht wiederholen», glaubt die Därligerin. Ein Inferno-Podestplatz sei aber schon ihr Ziel, so die 42-jährige Kunstmalerin. Um ab dem Kanonenrohr noch genug Reserven zu haben, zahle es sich aus, bis Mürren nicht zu stark zu forcieren, rät die erfahrene Bergläuferin. Megasteiles Kanonenrohr Während sich die ersten 11 Kilometer der Strecke noch ziemlich harmlos präsentieren, werden die Partien ab Mürren teuflisch steil. Die Höhenlücke und der Allmendhubel als erste Wand, das megasteile Kanonenrohr, die flache Geröllhalde und der 1,5 Kilometer lange, 400 Höhenmeter überwindende Schlussaufstieg sind die Schlüsselstellen. Sie werden den Bergläufern alles abfordern. Wer auf der Panoramaterrasse des Piz Gloria/Schilthorn (2970 m ü.M.) ankommt, wird bei einer traumhaft schönen Bergkulisse ein Glücksgefühl erleben. Diejenigen, die das Inferno-Halbmarathon-Lauferlebnis mit zwei Kollegen teilen möchten, machen beim Staffelwettbewerb mit. Peter Russenberger Auszüge Marschtabelle: Start beim Campingplatz 10.15 Uhr; Grütschalp 10.40 Uhr; Winteregg 10.53 Uhr; Mürren Sportzentrum 11.10 Uhr; Höhenlücke 11.18 Uhr; Schilthornhütte 11.37 Uhr; Seewlifuhre 11.54 Uhr; Ziel: Schilthorn/Piz Gloria 12.12 Uhr. >