2018-07-30 19:04

Am Schluss: Veranstalterziehen positive Bilanz

Thun

Stiller Has bescherten am Sonntagabend dem Festival Am Schluss einen vollen Mühleplatz. Nach dem gelungenen Finale zieht Organisator Marc Schär Bilanz.

Zum Schluss des Festivals Am Schluss war der Mühleplatz beim Konzert von Stiller Has noch einmal proppenvoll.

Zum Schluss des Festivals Am Schluss war der Mühleplatz beim Konzert von Stiller Has noch einmal proppenvoll.

(Bild: Raffael Thielmann)

  • Flavia von Gunten

Schlecht für den Planeten, gut fürs Festival Am Schluss: Nur an einem von zwölf Konzertabenden regnete es, sonst immer wärmte die Sonne den Mühleplatz. 15 000 Leute besuchten das Festival, schätzt Marc Schär, Geschäftsführer der Café-Bar Mokka, die das Festival organisierte. «Das entspricht unseren Erwartungen.»

Besonders beliebt seien die Konzerte von Troubas Kater und Stiller Has gewesen: «Alles lief am Limit, der Platz stiess an seine Grenzen.»Zwischenfälle gab es keine. «Die Leute von Crew und Technik sind ein eingespieltes Team und arbeiteten super», so Schär.

Eine Gratwanderung sei der Mix des Programms gewesen: zugänglich oder speziell, bekannt oder unbekannt. Zwischen diesen Polen musste Schär abwägen. «Mehrheitlich ist uns das gut gelungen.»

«Keine Strassenmusik für einen Einfränkler»

Ob Schärs Eindruck stimmt, spiegelt sich in der Kollekte. «Es ist eine Challenge, den Leuten auf eine gute Art rüberzubringen, dass die Konzerte keine Strassenmusik sind, die man mit einem Einfränkler würdigt.» Wie viel Geld zusammenkam, will Schär nicht verraten.

Er sei aber zufrieden mit dem Betrag. Besonders geschätzt hat Schär die Ambiance: «Obwohl die Bühne mitten in der Stadt steht, entstand oft eine intime Stimmung.» Auch mit gewissen Musikern: So fühlten sich die Dänen und Finnen der Band Liima derart wohl in Thun, dass sie mehrmals in die Aare hüpften und Runden fuh­ren auf dem Riesenrad. Schär: «Unaufgeregt und unkompliziert. Skandinavier wie aus dem Bilderbuch.»

Nächstes Jahr eine halbe Stunde länger Konzerte?

Er hofft, dass im nächsten Jahr die Konzertdauer um eine halbe Stunde verlängert werden kann, auf zweieinhalb Stunden. «So könnten wir eine Vorband auftreten lassen und der Thuner Szene eine Plattform bieten.» Er werde mit dem Innenstadtleist darüber verhandeln.

Thuner Tagblatt