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Nach Corona-FernunterrichtStadt Bern stellt 200 Schülern Lernbegleitung zur Verfügung

Rund 200 Berner Schülerinnen taten sich mit dem coronabedingten Fernunterricht schwer. Deswegen bekommen sie nach den Sommerferien eine Lernbegleitung.

Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 soll an den Schulen Unterstützung beim Aufholen und Lernen des verpassten Materials angeboten werden.
Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 soll an den Schulen Unterstützung beim Aufholen und Lernen des verpassten Materials angeboten werden.
Foto: Alessandro Crinari/Keystone

In diesem Frühling war der Präsenzunterricht an den Schulen verboten. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, griff der Bundesrat im März zu dieser Massnahme. Schülerinnen und Schüler mussten von da an zu Hause lernen und erhielten ihre Aufträge und Aufgaben per Post oder digital. Diese aussergewöhnliche Situation sei für einige Kinder, Jugendliche wie auch für manche Eltern nicht einfach zu meistern gewesen, wie die Stadt Bern am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt.

Für diese Schüler brauche es nun Unterstützungsmassahmen, damit sie die Chance hätten, ihre Defizite aufzuholen. Gestützt auf eine Kurzumfrage des Schulamts an den Stadtberner Schulen schätzen die Lehrpersonen nach dem Lockdown mindestens 200 Schülerinnen und Schüler als gefährdet ein. Sie gehen davon aus, dass diese Kinder und Jugendlichen in der Fernunterrichtsphase wenig gelernt haben und befürchten, dass sie den Anforderungen im kommenden Schuljahr ohne zusätzliche Unterstützung nicht gewachsen sein würden.

Kostendach von 50’000 Franken

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 soll an den Schulen deshalb Unterstützung beim Aufholen und Lernen des verpassten Materials angeboten werden. In einigen Fällen kämen dabei schulinterne Ressourcen zum Tragen. Wo dies nicht möglich sei, solle externe Unterstützung eingesetzt werden. Für die externe Unterstützung könne die Stadt Bern auf das bereits etablierte Angebot der Lernbegleitung des Gemeinnützigen Vereins (GNV) zurückgreifen. Der Verein koordiniere und stelle nach den Sommerferien nach Bedarf für die Schülerinnen zusätzliche Lernbegleiter zur Verfügung.

Die Unterstützungsmassnahmen richten sich an Kinder und Jugendliche, die im Schuljahr 2019/20 die 1. bis 8. Klasse besuchten und deren schulische Defizite sich seit der Fernunterrichtsphase auffällig verstärkt haben oder bei denen neu Lücken beobachtet werden. In Kleingruppen sollen während einer bis zwei Wochenstunden die Kompetenzen und Inhalte insbesondere vom Ende des laufenden Schuljahres aufgearbeitet werden. Das Angebot ist für die Eltern kostenlos. Der Gemeinderat hat dazu Mehrleistungen des Gemeinnützigen Vereins (GNV) zur Schliessung der schulischen Lücken mit einem Kostendach von 50’000 Franken genehmigt.

Auf der Gegenseite hätte der Fernunterricht aber auch Vorteile gebracht, wie die Stadt schreibt. Viele Schüler konnten in dieser Zeit sogar ungeahnte und neue Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt. Sie lernten zu Hause mit der Unterstützung ihrer Eltern effizient und seriös.

ber/pd