2019-01-11 17:56

Eine gute Basis für das Berufsleben

Adelboden

Während vier Tagen erlebten 24 Jugendliche in einem Schnuppercamp in Adelboden die Hotellerie hautnah.

In der Küche des Hotels Adler versucht sich der Steffisburger Sebastian Krebs. Foto: Corina Kobi

In der Küche des Hotels Adler versucht sich der Steffisburger Sebastian Krebs. Foto: Corina Kobi

  • Herbert Kobi

Die 22. Ausgabe des Schnuppercamps im Rahmen des Nachwuchsförderungsprojekts zog vom 6. bis 9. Januar insgesamt 24 Jugendliche an. In fünf Hotelbetrieben sowie im Tourismusbüro erhielten sie einen spannenden Einblick in die Berufe der Hotellerie und erlebten die Tagesabläufe hautnah. Das Projekt wird von Hotelleriesuisse, dem Regionalverband Bern und Mittelland, dem Hotelierverein Berner Oberland sowie von der Standortförderung des Kantons Bern und den Partnerbetrieben unterstützt.

Sehr grosse Nachfrage

Für das Schnuppercamp 2019 war die Nachfrage mit über 110 Bewerbungen gross. Die ausgewählten Jugendlichen stammen aus den Kantonen Bern, Solothurn, Luzern, Basel, Aargau, Freiburg, Graubünden, Schwyz, St. Gallen, Wallis und Zug. Laut Projektleiterin Elian Schmid von Hotelleriesuisse wollte man Gruppenbildungen vermeiden. «Wir haben dabei ein Gleichgewicht zwischen Mädchen und Jungen gesucht.

Ebenso durften die Ausgewählten nicht aus gleichen Schulklassen und Ortschaften stammen.» Ein Augenschein im Tourismusbüro wie im Hotel Adler ergab, dass die vier besuchten Schnupperlehrlinge ihre Kurzausbildungen in verschiedenen Bereichen genossen: Marcel Egli, KV HGT aus Andwil SG, Patricia Wagner, Restaurantfachfrau aus Wohlenschwil AG, Nora Oetterli, Hotelfachfrau aus Basel, und Sebastian Krebs, Koch aus Steffisburg.

Zufrieden auf allen Seiten

Die Ausbilder zeigten sich nach dem Camp sehr zufrieden, und auch bei den Schnupperstiften blieben positive Eindrücke. Marcel Egli gefielen die Arbeit und die Freizeitaktivitäten sehr. Er durfte sogar Gäste beraten. Patricia Wagner kann sich sehr gut vorstellen, den gewünschten Beruf zu erlernen. Für Nora Oetterli war es «eine tolle Erfahrung, und ich würde es sofort wieder machen». Sebastian Krebs brachte es auf den Nenner: «Es isch henne cool gsi. Mit dem jungen Team zu arbeiten, war toll.»

Die Statistik zeigt, dass zwei Drittel der Teilnehmer aller Camps einen Ausbildungsplatz in dieser Branche suchten und zuletzt ein Viertel aller Ehemaligen sich für eine berufliche Grundausbildung in der Hotellerie und Gastronomie entschied.

«Das Projekt findet innerhalb der Branche sehr guten Anklang. Bei der Suche nach geeigneten Hotels haben sich einige der Hotelbetriebe auf Eigeninitiative für die Durchführung von Schnuppercamps beworben. Dies zeigt, dass die Schweizer Hotellerie innovativ ist und das Thema Nachwuchsförderung sehr ernst nimmt», heisst es vonseiten von Hotelleriesuisse.

Berner Oberländer